Gräberfelder mahnen zum Erhalt des Friedens

Landtagsabgeordnete bereisen Kriegsgräberstätten

Inmitten von Grabsteinen, die an die Toten der Weltkriege erinnern: Die Landtagsabgeordneten André Kuper (Mitte) und Raphael Tigges (2.v.l.) auf der Kriegsgräberstätte Tyne-Cot Cementery and Memorial im belgischen Zonnebeke.
Inmitten von Grabsteinen, die an die Toten der Weltkriege erinnern: Die Landtagsabgeordneten André Kuper (Mitte) und Raphael Tigges (2.v.l.) auf der Kriegsgräberstätte Tyne-Cot Cementery and Memorial im belgischen Zonnebeke.
Zu Beginn der Sitzungsperiode des Landtages nach den Sommerferien haben die heimischen Landtagsabgeordneten André Kuper und Raphael Tigges mit weiteren Abgeordneten von Bund und Land sowie Bürgermeistern eine Weiterbildungsfahrt zu den Kriegsgräbergedenkstätten in Belgien und den Niederlanden unternommen. Veranstaltet wurde die Fahrt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks Nordrhein-Westfalen.
 

Erste Station der Fahrt war die deutsche Kriegsgräberstätte Ysselsteyn im niederländischen Venray. Dort ruhen etwa 32.000 Tote aus beiden Weltkriegen: Deutsche Soldaten und Soldaten anderer Nationen sowie Flüchtlinge, Frauen und Kinder. Darüber hinaus besuchte die Gruppe neben weiteren die britische Kriegsgräberstätte Tyne-Cot Cementery and Memorial in Belgien und die deutsche Kriegsgräberstätte Langemark, wo 44.000 Tote aus dem Ersten Weltkrieg ruhen. Außerdem nahmen die Politiker an der Zeremonie „Last Post“ im Memorial Menentor in Ypern teil und besuchten dort das interaktive Museum „In Flanders Fields“.

Die Abgeordneten zeigten sich tief beeindruckt und erschüttert von den gewaltigen Ausmaßen der von Kreuzen bedeckten Gräberflächen. „Dieses Jahr ist geprägt vom Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges 1918“, sagte Raphael Tigges. „Ein grausamer Krieg, der Millionen von Menschen mitten in Europa das Leben gekostet hat. Besonders erschüttert hat mich die große Anzahl sehr junger gefallener Soldaten. Es ist wichtig, der jüngeren Generationen die Ursachen und Auswirkungen dieses Krieges näher zu bringen.“

„Die Gräber der Soldaten, Flüchtlinge, Frauen und Kinder mahnen uns deutlich vor Krieg, Terror und Gewalt“, erklärte André Kuper, der auch als Mitglied im Landesvorstand des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge an der Reise teilnahm. „Eines haben alle gemeinsam: Sie starben viel zu früh und völlig unnötig. Die unzähligen Kreuze erinnern an die 10 Millionen Toten des Ersten und die 55 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs. Die grausigen Erfahrungen aus diesen beiden Kriegen mahnen uns mehr denn je zum Frieden. All unser Tun und Streben muss der Sicherung und dem Erhalt des Friedens in Europa und der Welt dienen. Zum Erhalt dieser Gedenkstätten und zum ehrenden Gedenken all dieser Opfer sind wir den Organisationen, wie der Kriegsgräberfürsorge, unendlich dankbar.“

 

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