Die Selbsthilfegruppe Schlaganfall aus Gütersloh diskutiert mit Raphael Tigges

Pflege und Gesundheit im Fokus

In der letzten Woche besuchte die Selbsthilfegruppe Schlaganfall aus Gütersloh den örtlichen Landtagsabgeordneten Raphael Tigges am Rande der Parlamentssitzung im Landtag in Düsseldorf. Am Vortag war bereits auch Dr. Michael Brinkmeier, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, deren Hauptsitz in Gütersloh ist, im Landtag zu Gast und stellte allen Abgeordneten aus Ostwestfalen-Lippe die Arbeit der Stiftung vor.
 

 

Die Schlaganfall Selbsthilfegruppe informierte sich zunächst über die Arbeit des Parlamentes. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dann die Gelegenheit der laufenden Plenardebatte unter anderem zum sozialen Zusammenhalt in Europa und zu verschiedenen Themen aus dem Bereich der Pflege zu folgen. Vom Minister Karl-Josef Laumann und seinem Engagement für die Pflege waren sie begeistert. Beim anschließenden Treffen mit Raphael Tigges, der die Gruppe in den Landtag eingeladen hatte, ließ man sich die Arbeit der Abgeordneten erklären und traf zudem den örtlichen Abgeordneten und Landtagspräsidenten André Kuper. Genutzt wurde der Austausch mit Raphael Tigges aber auch um die Politik darauf hinzuweisen, dass im Gesundheitsbereich und im speziellen auch in der Unterstützung für Schlaganfall-Patienten sowie deren Angehörige viel zu tun sei. Raphael Tigges stimmte zu und erklärte, dass die Sicherstellung der Pflege auch mittelfristig eine große Herausforderung bleibe:
 
„Die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen verlangt von der Gesellschaft eine solidarische Unterstützung. Diese Solidarität ist mir persönlich, sowie meiner Fraktion und auch der Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen. So haben wir heute beispielsweise hier im Landtag beschlossen, die Schulkostenpauschale für die Altenpflegeausbildung bei dreijähriger Ausbildung in Vollzeit um 100 Euro auf 380 Euro monatlich je Schülerin und Schüler ab dem 01.01.2019 zu erhöhen, bis diese Ausbildung durch die Umstellung der Ausbildung in der Altenpflege ab 2020 durch das Pflegeberufereformgesetz des Bundes ausläuft.“
 
Die bisher getrennt geregelte Pflegeausbildung für die Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege wird dann zusammengeführt. Zukünftig wird es dann auch kein Schulgeld mehr geben. Die Auszubildenden erhalten stattdessen einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Raphael Tigges begrüßt diese Entwicklung und verspricht sich weiterhin für Kranke, Alte und Pflegerinnen und Pfleger einzusetzen.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben