Raphael Tigges besichtigt Mansergh Barracks

Zukunft des britischen Militärgeländes

Der britische Verbindungsoffizier Kenneth Crichton und der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (v.l.) vor dem Wappen und dem Hauptquartier des 26. Regiments der Royal Artillery.
Der britische Verbindungsoffizier Kenneth Crichton und der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (v.l.) vor dem Wappen und dem Hauptquartier des 26. Regiments der Royal Artillery.
Gemeinsam mit dem britischen Verbindungsoffizier Kenneth Crichton hat der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges (CDU) die Gebäude und Anlagen des Kasernengeländes „Mansergh Barracks“ an der Verler Straße in Gütersloh besichtigt. Das Militärgelände war 1935 an der Stelle des damaligen Stadtwaldes als Nachrichtenkaserne der Luftwaffe errichtet worden. Seit dem Zweiten Weltkrieg wird es von der britischen Armee genutzt und ist nach dem General Sir Robert Mansergh benannt.

Hintergrund von Tigges’ Besuch ist der bevorstehende Abzug der britischen Streitkräfte im letzten Quartal dieses Jahres und die Planung zur Nachnutzung. Noch ist auf dem 38 Hektar großen Gelände ein Artillerie-Regiment untergebracht. „Es ist beeindruckend zu sehen, welche Infrastruktur hier vorgehalten wird“, sagte Tigges beim Rundgang über das Gelände. „Neben dem Hauptquartier des Regiments, den Kasernen und den Fahrzeughallen gibt es eine Kirche und ein Postamt, einen Naafi-Shop, großzügige Sportflächen, ein Kino sowie einen Kindergarten, eine Grundschule und die weiterführende Schule „King’s School“, die Schülerinnen und Schüler von britischen Armeeangehörigen aus der ganzen Region besuchen.“

„Grundsätzlich bedauere ich den Abzug der Briten sehr, weil im täglichen Miteinander Briten und Deutsche in Gütersloh zusammengewachsen sind und die britischen Mitbürger fest zum Stadtbild gehörten“, so Tigges weiter. „Gleichwohl birgt die Umnutzung der Fläche viele kreative Möglichkeiten der zukünftigen Stadtentwicklung. Die Gebäude und Anlagen sind in einem ausgezeichneten Zustand. Das liegt auch an umfangreichen Investitionen, von denen die letzten noch nicht lange zurückliegen. Die Planung der Nachnutzung drängt sich daher geradezu auf und wird immer dringlicher. Ein Thema, das für mich nicht nur als Landtagsabgeordneter, sondern auch als Mitglied des Gütersloher Stadtrates von großer Bedeutung ist.“ Die bisherigen Überlegungen bei der Stadt sehen ein gemischt genutztes Quartier vor. Dazu gehören innovative Wohnanlagen, kleinteilige Flächen für nicht störendes Gewerbe, ein repräsentativer Bildungscampus, eine entsprechende soziale Infrastruktur und Nahversorgung sowie Sport-, Grün- und Freiflächen. „Bei alldem kommt der Nachnutzung die günstige verkehrliche Anbindung an die A 2, der gepflegte Grünflächen- und Baumbestand sowie die Stadtnähe zugute“, erklärte Tigges.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben