Raphael Tigges: „Wir brauchen eine gute Mischung!“

Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Gütersloh diskutieren im Landtag mit dem örtlichen Abgeordneten Raphael Tigges über G8/G9, Digitalisie-rung vor allem in Schulen und die GroKo in Berlin

„Eine besonders aufmerksame und interessierte Gruppe“, so der Besucherdienst des Landtags, war gestern auf Exkursion im Landesparlament in Düsseldorf. Zum einen wollten sich die Schülerinnen und Schüler mal selbst vor Ort ein Bild vom Landtag machen und vor allem aber auch das politische Tagesgeschehen in Land und Bund mit ihrem Abgeordneten aus Gütersloh besprechen.  

Raphael Tigges stellte sich und seine Arbeit nach der Einführung durch den Besucherdienst kurz vor. Dann ging es aber auch direkt an die kleinen und großen Themen der Politik:

Eine besonders angeregte und durch viele verschiedene Meinungen geprägte Debatte löste Raphael Tigges mit der Frage, ob G8 oder G9 den Schülerinnen und Schülern lieber sei, aus. Einig waren sie sich, dass die überhastete Einführung gepaart mit einem Mangel an Vorbereitung durch einen guten Lehrplan und die richtige Ausstattung mit Lehrbüchern und Technik das größte Manko von G8 ist. In der Lösung, dass beide gymnasiale Schulformen nun in Nordrhein-Westfalen bestehen können, fanden sich daher Befürworter und Gegner wieder. Ein guter Kompromiss!

Ein weiteres Thema war das Problem, dass der Lehrplan in der Schule vielfach nicht zu dem passe, was an den Unis bald auf die Schülerinnen und Schüler zukommt. So gaben sie Raphael Tigges den Hinweis mit, dass er sich darüber einmal mit seinen Kollegen im Schul- und Bildungs- sowie im Wissenschaftsausschuss auseinandersetzen solle.

Mit Blick auf die Digitalisierung in Schulen wünschten sich die Schülerinnen und Schüler einen Mittelweg. Laptops und Tablets sind toll, doch viele der Schülerinnen und Schüler berichteten, dass sie auch gerne noch ins Schulheft und an die Tafel schreiben. Die Ausstattung müsse zwar besser werden, doch eine komplette Digitalisierung des Schulalltags sei explizit nicht gewünscht. Raphael Tigges freute sich über diese schon sehr vernünftigen Vorschläge der Jugendlichen und versprach: „Die Mischung macht es aus und dafür setze ich mich ein. Wir werden das Material nun Schritt für Schritt bereitstellen und die gute Konjunktur der Landeskasse dafür sinnvoll nutzen.“

Politisch wurde es dann, als die GroKo und die Abstimmung über den Koalitionsvertrag zum Thema wurden. Angeregt wurde durchgespielt welche Folgen Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung statt eine GroKo hätten. Einig waren sich Raphael Tigges und Schülerinnen und Schüler zum Abschluss des Gespräches dann, dass Politiker mit Ihrer Wahl eine große Verantwortung vom Wähler übertragen bekommen und diese verantwortungsvoll nutzen müssen. Auch hier macht es die Mischung so Raphael Tigges Schlusswort: „Die Ziele und Interessen der eigenen Parteien sind in Koalitionsverhandlungen immer mit dem bestmöglichen Verhandlungsergebnis übereinzubringen.“

 

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