Besuch bei Windau in Harsewinkel

André Hilker, Andreas Hilker, Raphael Tigges und Reinhold Köper (v.l.)André Hilker, Andreas Hilker, Raphael Tigges und Reinhold Köper (v.l.)

Raphael Tigges informiert sich über Herausforderungen und Perspektiven der Fleischwirtschaft

Der Landtagsabgeordnete Raphael Tigges hat das Familienunternehmen Windau GmbH & Co. KG in Harsewinkel besucht. Anlass war die Verleihung des Landesehrenpreises für Lebensmittel 2025 - eine Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen für herausragende Qualität und unternehmerische Leistungen in der Lebensmittelproduktion.

Das 1976 gegründete Unternehmen gehört mit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro zu den bedeutenden Betrieben der deutschen Fleischwirtschaft. Mit einem Exportanteil von mehr als 25 Prozent ist Windau zudem stark international ausgerichtet und zählt zu den Top 100 der Branche in Deutschland. Das Familienunternehmen wird inzwischen in der dritten Generation geführt und steht beispielhaft für die Verbindung von Tradition und Innovation.

Bei einem Gespräch mit den Geschäftsführern Andreas Hilker und Reinhold Köper sowie André Hilker, Leiter des Marketings, tauschte sich Tigges über aktuelle wirtschaftliche und politische Herausforderungen aus. Dabei ging es unter anderem um die Auswirkungen internationaler Handelsfragen wie Zölle, das geplante Mercosur-Abkommen sowie die geopolitische Lage auf Exportmärkten und um Wettbewerbsbedingungen.

Windau ist bekannt für klassische Spezialitäten wie Leberwurst, Edelsalami, Westfälischen Rohschinken und Schinkenmettwurst. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen sein Sortiment kontinuierlich weiter und produziert inzwischen auch vegane Produkte. „Windau zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und moderne Produktentwicklung zusammengehen können“, betonte Tigges.

Im Rahmen eines Betriebsrundgangs erhielt der Abgeordnete Einblicke in die Produktion und die Arbeitsabläufe. Dabei standen auch Themen wie Ausbildung, der zunehmende Fachkräftemangel sowie die Bedeutung langjähriger und hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs waren die wachsenden bürokratischen Anforderungen für mittelständische Unternehmen. Diskutiert wurden unter anderem Genehmigungsverfahren, Schwierigkeiten bei Baugenehmigungen, umfangreiche Auflagen sowie die unterschiedlichen Fleischkontrollen durch mehrere Behörden. Auch die steuerliche Behandlung von Familienunternehmen und Fragen des Generationenwechsels wurden angesprochen.

„Windau ist ein wichtiger Arbeitgeber und ein echtes Vorzeigeunternehmen der Fleischbranche in Ostwestfalen-Lippe und im Kreis Gütersloh. Familienunternehmen wie dieses übernehmen Verantwortung für ihre Region, investieren in Innovation und sichern Arbeitsplätze. Gleichzeitig dürfen wir sie mit Bürokratie und unnötigen Hürden nicht ausbremsen“, so Tigges.

Der Besuch unterstrich die Bedeutung mittelständischer Familienunternehmen für die Wirtschaftskraft der Region – und die Herausforderung, Tradition, internationale Märkte und moderne Produktentwicklung erfolgreich miteinander zu verbinden.